SCHIFFSHEBEWERK  
NIEDERFINOW

Technische Daten

Bauzeit: 1927-1934
Baukosten: 27,5 Millionen Reichsmark
Ausmaße des Werkes: 94 m lang, 27 m breit, 60 m hoch
Ausmaße des Troges: 85 m lang, 12m breit, 2,50 m Wassertiefe
Gewicht (mit Wasser): 43001
Hubhöhe: 36 m
Dauer eines Hubes (bei 12 cm/s.): 5 min.
Gewicht der Gegengewichte: 43001 (sie sind mit dem Trag durch 256 Stahlseile verbunden)
Antrieb: 4 Elektromotore ä 55 kW
Hub und Absenkung: Über Ritzel und Zahnstockleiter
Baugründung: Stahlbewehrter Beton, bis 20 m tief. Grundplatte mit einer Mächtigkeit von 4 m Stärke
Verbrauch an Stahl: 138001 (davon 80001 für das Hebewerksgerüst)

Nachdem der Oder-Havel-Kanal mit der Schleusentreppe im Sommer 1914 dem Verkehr übergeben war, begann man bereits in den zwanziger Jahren verstärkt mit planerischen Vorarbeiten zum Bau eines Schiffshebewerkes. Ein solcher zweiter Abstieg von der 36m-Talsand-Terrasse zum Oderbruch war bereits im preußischen Wassergesetz von 1905 vorgesehen. Gegenüber den zum Teil phantastisch anmutenden Entwürfen verschiedener deutscher Firmen, setzte sich der Entwurf der damaligen preußischen Wasserstraßenverwaltung durch.

Nach etwa siebenjähriger Bauzeit wurde der Komplex Schiffshebewerk Niederfinow (mit Unterhafen, Schiffshebewerk, Kanalbrücke und Oberhafen mit Sicherheitstor) am 21. 3. 1934 für die Schiffahrt freigegeben. Da der Schleusungsvorgang von zwei Stunden bei der Schleusentreppe auf 20 Minuten beim Schiffshebewerk verringert wurde, ergaben sich große Vorteile für den Wasserstraßenverkehr.

Die in ihrer Zeit einmalige ingenieurtechnische Leistung ist heute ein bedeutsames, noch voll funktionsfähiges technisches Denkmal das jährlich von rund 400 000 in- und ausländischen Touristen besucht wird.


Schiffsmodellbauclub Nürnberg e.V.    ZR

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